Kategorie: Umwelt

Sicherstellung der tiermedizinischen Versorgung von Notfällen und chronisch kranken Meerschweinchen

Immer wieder kümmern Wir uns um aufgenommene junge  und alte Meerschweinchen, die entweder wieder vermittelt werden können oder aufgrund eines Handicaps in den jeweiligen Pflege und Patenstellen verbleiben als Patentiere.
Bei diesen Patentieren ist zu sagen, das diese aufgrund des Alters und oder der bestehenden Erkrankungen nicht vermittelt werden können, denn keinem neuen Halter ist es zuzumuten, die teilweise doch enormen Tierarztkosten zu bezahlen, die anfallen können.
 Meerschweinchen bekommen genau wie  Wir Menschen auch  verschiedene Krankheiten, die entweder durch Therapien oder durch Medikamente oder durch spezielle Fütterungsmethoden behandelt werden müssen. Doch diese müssen diagnostiziert werden, wenn man dem Tier helfen möchte. 

Sie mögen zwar klein sein und die Behandlungskosten bei manchen Tieren mögen den Anschaffungspreis bei weitem übersteigen, dennoch kann man von den kleinen Meerschweinchen viel über Sozialverhalten lernen.
Und wenn man sich entschließt, dann geht man auch eine große Verantwortung ein im Hinblick auf die Versorgung und das Leben der Tiere an sich. Und genau da kommt Ihr und die Sparda Bank  Herbstaktion Aktion ins Spiel.

Anbei mal ein nicht so schönes Beispiel , was unsere Pflege und Patenstellen leisten. Denn jedes Leben ist schützenswert, wenn man den Wert des Lebens erkennt.

 Es ist leicht sich des Tieres zu entledigen und es seinem Schicksal zu überlassen, obwohl es ein leichtes wäre, sich bei einem Verein wie uns oder anderen Vereinen zu erkundigen, doch es kam in diesem Beispiel leider anders,

Wie Müll entsorgt… ;(
Am 23.06.2017 erhielt unsere Patenpflegestelle in Taunusstein einen Anruf ihrer Tierärztin: Hier wurde ein Fundmeerschweinchen zur Versorgung abgegeben, welches im Garten regungslos, mit Maden übersät und total verängstigt gefunden wurde.
 Es wird vermutet, dass die herzlosen Halter des wahrscheinlich ca. 7 bis 8 Jahre alten Schweinchens einfach mit dem Wurf über den Gartenzaun „entsorgt“ hatten, da die Finderin/Gartenbesitzerin als sehr tierlieber Mensch bekannt ist.

Neben dem massiven Madenbefall, unzähligen Fliegeneiern und vielen Wunden fiel bei der Erstuntersuchung eine Lähmung der Hinterbeine auf. Zudem war der arme Tropf nahezu bis auf das Skelett abgemagert.

Durch Wegwerfen entsorgt... Weil das Schweinchen krank wurde??

 Nach Entfernung des ekligen und gefährlichen Viehzeugs, Wundversorgung, sowie sonstigen Erstmaßnahmen durfte das „Wegwerf-Schweinchen“ erst einmal in die liebevolle Obhut der Pflegestelle Taunusstein ziehen.

Da der Genitalbereich des armen Wesens so sehr geschwollen war, konnte das Geschlecht nicht bestimmt werden – so dass es erst einmal "Julian" getauft wurde.

 In den nächsten Tagen war man zwischen Hoffen und Bangen. „Julian“ zeigte aber einen so enormen und ausgeprägten Lebenswillen, dass für die Pflegeeltern klar war: Das schaffen wir! Nach ein paar Tagen Erholungs-, Eingewöhnungszeit, sowie eingehender Wundpflege, Bädern, … und vor allem ausreichend gesundem Futter, welches der arme Wurm dankbar und mit großem Appetit verschlang, waren weitere Untersuchungen notwendig.

 Erstmal wurde aus Julian unsere „JULIANE“ In der Röntgenuntersuchung wurde keine Fraktur (Bruch) gefunden, die die Lähmung erklären würde. Ob nun ein Bandscheibenvorfall oder ein Hämatom (Bluterguss) aufgrund des Sturzes irgendwo ihre Beweglichkeit einschränkt, bleibt abzuwarten – denn Juliane muss sich erst einmal erholen, die traumatischen Erlebnisse überwinden und zu Kräften kommen.  

Deutlich zu erkennen: Juliane hat keinerlei typischen "Meeri-Speck" und kaum Muskulatur. Wie die Pflegemama berichtet, wird sie schon jeden Tag kräftiger, kann mittlerweile einige wenige und kleine Schrittchen gehen und fasst zunehmend Vertrauen zu uns Zweibeinern. Ihre Medikamente nimmt sie artig, macht fleißig bei den vorsichtigen Bewegungsübungen mit und auch die täglich mehrmalig notwendige Körperpflege und Wundversorgung erträgt sie tapfer. Viele dieser Meerschweinchen haben liebe Paten, die helfen einen Teil der Tierarztkosten zu tragen. Die Tierarztkosten, inklusive Kastrationen, lagen im Jahr 2016 im 5-stelligen Bereich und sind somit nicht allein durch unsere Paten zu stemmen. Wir benötigen Gelder, um weiterhin die tiermedizinische Versorgung unserer alten und chronisch erkrankten Meerschweinchen sowie von Notfellchen wie Juliane sicherstellen zu können.

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