Kategorie: Umwelt

Kastrationsaktionen im Main-Kinzig-Kreis

Der Tierschutzverein Katzenzuhause e.V. stellt sich vor

Logo Tierschutzverein Katzenzuhause e.V.



Der Tierschutzverein Katzenzuhause e.V. ist ein regional tätiger Verein, der sich im Main-Kinzig-Kreis um das Katzenelend kümmert. Katzenfreunde aus dem hessischen Main-Kinzig-Kreis, die sich schon jahrelang vor Gründung des Vereins um herrenlose und verwilderte Hauskatzen kümmerten, schlossen sich im Frühjahr 2008 zusammen und gründeten den Verein, der im selben Jahr als gemein­nützig anerkannt wurde. Seit Oktober 2008 sind wir Mitglied beim Deutschen Tierschutzbund e.V.

Alle unsere Mitglieder unterstützen den Verein zu 100 % ehrenamtlich. Daher sind wir auch dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Fast alle Mitglieder sind Vollzeit berufstätig. Der Verein setzt sich aus mehreren Pflegestellen zusammen, die sich verteilt im Main-Kinzig-Kreis befinden.

Wir sind ein junger Verein mit erfahrener Besetzung im unermüdlichen Kampf gegen das Katzen­elend Vorort. Alle unsere Mitglieder arbeiten ehrenamtlich.



Zwei Projekte – Eine Internetadresse

Oberstes Ziel des Vereins: Durch Kastrationen das Katzenelend dauerhaft eindämmen

Trotz aller Aufklärung sind noch immer sehr viele Katzen, auch im Main-Kinzig-Kreis, unkastriert. So ver­mehren sich die Tiere unkontrolliert. Auf diese Weise wiederum wird das Elend vergrößert. Auch unter dem Aspekt, dass viele Tiere unter den Folgen der Unkastration seelisch und körperlich leiden setzen wir uns verstärkt für die Kastration ein.

Vermittlungsportal "Katzenzuhause"

Neben den Kastrationsaktionen zählt die Vermittlung von Abgabe-, herrenlosen- und Fundtieren zur Hauptaufgabe. Bei uns hat jedes Tier seinen eigenen Stellen­wert, daher vermitteln wir zahme, scheue und Tiere mit Handicap. Wir investieren viel Zeit und finanzielle Mittel in unsere Schützlinge umso eine Samt­pfote in ein passendes Zuhause zu vermitteln - so kann bereits im Vorgespräch auf Besonder­heiten, wie Verträglichkeiten mit Hunden, eingegangen werden. Gemeinsam beim Besuchs­termin lernen sich die neuen Besitzer und der Schützling kennen. Wir nehmen uns Zeit um das passen­den Zuhause zu finden.



Katzenfalle




Wofür würden wir das Spendengeld einsetzen?

Oberstes Ziel des Vereins ist die dauerhafte Eindämmung des Katzenelend. Dies lässt sich nur durch ge­zielte Kastrationen durchführen. Dieses Ziel ist zeitlich und finanziell sehr aufwendig, daher sind wir dringend auf Unterstützung angewiesen.

Die Folge der unkastrierten Katzen in Zahlen Trotz aller Aufklärung sind noch immer sehr viele Katzen unkastriert, so dass im Frühjahr und Herbst die Zahl der herrenlosen Katzen sprunghaft ansteigt und auf diese Weise wiederum das Elend ver­größert.

Man geht davon aus, dass ein Katzenpärchen im Jahr zweimal Junge bekommt, von denen durch­schnitt­lich 2,8 Tiere überleben, die sich wiederum bereits im Alter von 6 Monaten weiter fortpflan­zen: nach dem 1. Jahr: 12 Katzen, nach 2 Jahren: 66 Katzen, nach 3 Jahren: 382 Katzen, nach 4 Jahren 2.201 Katzen … … nach 10 Jahren: über 80 Millionen Katzen!


Wer kümmert sich nun um ca. 80 Millionen Katzen?


Katzenelend als Folge von unkastrierten Katzen

In 10 Jahren leben somit 80 Millionen Katzen in unseren Gärten, Wälder, Feldern, Industriegeländen, Fried- und Bauerhöfen. Diese Tiere kämpfen täglich ums überleben. Revierkämpfe und Hunger stehen auf der Tagesordnung. Die meisten Katzen sind abgemagert und mit Parasiten überseht. Doch nicht nur die Kämpfe mit den Artgenossen führen zu regelmäßigen Wunden, sondern auch die Aus­einandersetzungen mit wildlebenden Tieren wie Füchsen und Waschbären. Die übertragungsrate von Krankheiten, wie Toll­wut, wird dadurch erhöht und stellt für uns Menschen eine Gefahr da. Neben den täglichen Problemen kommt, sobald es am Tag mindestens 12 Stunden hell ist - also von Februar bis September -, die hormo­nelle Umstellung hinzu: Die Paarungszeit der Katzen beginnt.


Blindes Katzenkind mit veränderten Augen



Es gibt nur eine Lösung: Es muss mehr kastriert werden!


Welche Vorteile hat eine Kastration bei Katzen und Kater:
  • Unkontrollierte Vermehrung wird verhindert (nach 10 Jahren 80 Millionen Tiere!)
  • Durch die Unterbindung von unkontrollierter Vermehrung wird das Katzenelend eingedämmt
  • Das Geschrei von rolligen Katzen entfällt
  • Der Stress während der Rolligkeit und durch die Aufzucht der Jungen wird vermieden
  • Wird die Hauskatze nicht befruchtet, kann eine Dauerrolligkeit entstehen. Diese wird durch die Kastration verhindert
  • Psychische Probleme, die durch den nicht ausgelebten Geschlechtstrieb entstehen können,
  • werden verhindert
  • Das Risiko, das sich das Tier mit Katzenaids / FIV oder anderen Krankheiten ansteckt, wird
  • gemindert
  • Krankheiten werden eingedämmt
  • Gebärmuttererkrankungen werden vermindert
  • Der Kater markiert weniger bis gar nicht mehr (90 - 95 % markieren nach der Kastration nicht mehr!)
  • Das Tier streunt weniger, dadurch kommt es zu weniger Revierkämpfen
  • Kämpfe um das Katzenweibchen finden nicht mehr statt. Verletzungsgefahr sinkt
  • Tiere des Tierschutzvereins und aus dem Tierheim haben eine größere Chance vermittelt zu werden
  • Das Tier ist anhänglicher und menschenbezogener
  • Kastrierte Katzen haben weniger Tumore an den Milchdrüsen
  • Zusätzliche Kosten, durch die Verpflegung von Katzenwelpen, entfallen


Was ist eine Fangaktion?

Die Kastrationsaktionen entstehen meist aus einer Fangaktion. Oft­mals werden wir von Bauern oder Nachbarn angerufen, die eine stetig wachsende Katzen­popu­lation von herrenlosen Haus­katzen in der vergangenen Zeit feststellen konnte. Für eine Fang- und Kastra­tionsaktion ist eine Menge an Planung nötig! Alle unsere Mitarbei­ter arbeiten ehrenamtlich für den Verein und sind hauptsächlich Vollzeit berufstätig. Auch die Tierarztpraxis muss ausreichende Unterbringungsmöglichkeit und Operations-Termine zeitnah verfügbar haben.


Roter Kater aus einer Kastrationsaktion mit Halskrause



Ausgestattet mit Futter, Dosenfisch als Lockmittel, Decken, Transportbox und Tierfallen fahren unsere Mitglieder zum Einsatzort. Hier sind wir für jede noch so kleine Mithilfe dankbar: Die Fallen werden für einige Tage / bis zu zwei Wochen (abhängig von der Anzahl der einzufangenden Tiere) aufgestellt, mit Futter bestückt und nicht “scharf” gestellt. So können sich die Tiere an die Falle ge­wöh­nen. Nach einiger Zeit stellen wir die Fallen “scharf” und fangen die Tiere somit ein. Beim “scharf stellen” wird der Hebel­mechanismus aktiviert. Sobald nun eine Katze auf einen bestimmten Bereich weiter hinten im Fallenge­hege tritt, geht am Eingang die Klappe zu.

In stündlichen Abständen wird von den Anwohnern die Falle überprüft. Sobald ein Tier eingefangen ist, wird der Tierschutz kontaktiert. Leider haben wir nicht immer das Glück zusätzliche Hilfe zu be­kommen – daher kommt es auch nicht selten vor, dass ein Nachmittag im Auto verbracht wird, bis die Falle ausgelöst wird. Müssen an einem Ort mehrere Tiere eingefangen werden, wird die Fangak­tion von Mal zu Mal schwieriger und muss sogar teilweise unterbrochen werden, da die Tiere nicht mehr die Falle betreten. Die Fangaktionen können nur in einem gewissen zeitlichen Rahmen und auch nur tagsüber oder in den späten Abendstunden stattfinden.

Ist ein Tier eingefangen, wird es in eine Transportbox umgesetzt und zum Tierarzt gebracht. Hier wird das Tier durchgecheckt und kastriert. Später werden die Tiere, wenn möglich, wieder an ihrem Ein­fangort zu­rückgesetzt. Einige Tiere konnten durch die Fangaktion das Leben gerettet werden, wie dem Kater Simba.

Der rote, etwa zwei Jahre junge Kater hatte neu­rologischen Ausfälle und ist beim Laufen um­ge­fallen. Er hielt den Kopf schief und fraß in einer auffälligen Haltung. Durch die Kastra­tions­aktion konnte er einge­fangen und der Tierarzt­praxis vorgestellt wer­den. Hier konnte man feststellen, dass es eine Veränderung im äußeren Gehörgang gab. Das komplette Ohr war voller Eiter. Erst nach der Be­handlung durch die Gabe von Anti­biotikum konnte das ängstliche Tier in Narkose gelegt werden und eine weitere Untersuchung ergab, dass Simba eine Umfangsvermehrung im Gehörgang hatte. Simba wurde operiert: Zum Glück handelte es sich um einen gutartigen Polypen. Nach knapp sechs Wochen der Genesung durfte der Kater wieder zurück an die Futterstelle.



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